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Sport-Aktien unter Druck

Die von den USA angekündigten Importabgaben sorgten zwischenzeitig für einen Kurssturz bei Sportartikel-Aktien. Weil die Unternehmen für den großen US-Markt viele Waren außerhalb der Vereinigten Staaten produzieren lassen, gerieten vor allem die Aktien von Adidas und Puma ein. Auch der US-Konkurrent Nike geriet bereits im vorbörslichen Handel unter Druck. Ebenso schlecht sah es zeitweise für Titel von Under Armour und Lululemon aus. 

Experten zufolge liegt der Zollfokus des Marktes im Sportartikelbereich vor allem auf Vietnam, weil von US-Präsident Donald Trump für das fernöstliche Land eine Import-Abgabe von 46 % angekündigt wurde. Diese Ankündigung lag über den Erwartungen der Analysten. Angesichts der wachsenden Bedeutung Vietnams in der Schuhproduktion erwartet er erheblichen Gegenwind für die Profitabilität in der Schuhbranche.

Ein Analyst betonte, die in den USA aktiven Bekleidungs- und Schuhhersteller könnten sich hinter den Plänen von Trump nicht verstecken. Er sprach gar von "beispielloser Unsicherheit". Neben den Kostensteigerungen befürchtet er, dass Verbraucher ihre Prioritäten umplanen, was es den Unternehmen unmöglich mache, überzeugende Umsatzmodelle zu erarbeiten. Aus Erfahrung heraus könne sich unter Trump zwar vieles schnell ändern, doch nach aktuellem Stand erinnere die Unsicherheit an die Frühphase der Coronapandemie.

Die Börsen reagierten teils heftig auf die angekündigten Zölle. Die Kursrücksetzer beiten aber auch attraktive Einstiegsgelegenheiten. Sobald die Aktienkurse der Sportartikelhersteller wieder drehen, steigt man zu.