Fed hält still – Zinsschritt im September rückt näher
Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins auf ihrer zweiten Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh wie erwartet in der Spanne von 3,50 bis 3,75 % belassen. Für eine Zinserhöhung votierten allerdings bereits drei der zwölf Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC). Warsh sprach von einer lebhaften Debattenkultur innerhalb des Gremiums und betonte, die Fed nehme keineswegs eine abwartende Haltung ein. Vielmehr werde sie alles daransetzen, die Preisstabilität zu sichern.
Die beherrschenden Themen an den Börsen sind derzeit die jüngste Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, Künstliche Intelligenz und der anhaltende Krieg im Nahen Osten. Vor allem die weiterhin gemeldeten Angriffe – zuletzt meldeten die USA neue auf den Iran – bremsten die Hoffnungen der Marktteilnehmer auf eine baldige Deeskalation. Immerhin konnte sich der DAX zur Wochenmitte halbwegs stabil über der 25.000 Punkte-Marke halten, auch wenn sich Anleger vor der Fed-Entscheidung zurückhielten.
New York – Microsoft hat im vergangenen Geschäftsjahr 2026/27 dank einer hohen Nachfrage nach Produkten rund um Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Im Schlussquartal allein beschleunigte sich das Wachstum mit der Cloud-Plattform Azure - das währungsbereinigte Umsatzplus betrug 43 %. Das ist der höchste Quartalszuwachs seit 2022.
New York – Procter & Gamble zeigt sich für das Geschäftsjahr 2026/27 vorsichtig. Steigende Kosten und ein anhaltend schwieriges Konsumumfeld belasten den Konzern. Das Unternehmen rechnet für das Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum von 1 bis 3 %.
Der bereinigte Gewinn je Aktie dürfte stagnieren oder bis 3 % höher bei 6,89 bis 7,11 $ liegen. In der Mitte der Spanne würde dies 7,00 $ entsprechen.
Der Verpackungsspezialist hat sich mit dem Verkauf von zwei Geschäftsbereichen finanziell Luft verschafft. Gerresheimer veräußert neben der US-Tochter Centor, die Verpackungssysteme für verschreibungspflichtige Medikamente herstellt, auch das weltweite Geschäft mit Primärverpackungen aus Kunststoff (PPP) an den Finanzinvestor Apax Partners.
Das gute Ergebnis wurde vor allem von der Investmentbank getragen, die deutlich besser abschnitt als prognostiziert. Mit dem Handel von Anleihen und Währungen sowie mit Investmentbanking-Dienstleistungen wie der Platzierung von Aktien und Anleihen verdiente die Bank vor Steuern 1,3 Mrd. € und damit 59 % mehr als im Vorjahr.
Während die Berichtssaison in den USA bereits auf Hochtouren läuft, kommt sie auch hierzulande mit den Ergebnissen von Schwergewichten wie SAP langsam aber sicher in Schwung. Nachdem auch hierzulande der Startschuss gefallen ist, haben auch Unternehmen aus der 2. und 3. Reihe zumindest vorläufige Ergebnisse für das 2. Quartal vorgestellt.
Sie sind das liebste Regierungs-Instrument von US-Präsident Donald Trump: Zölle! Angesichts des Iran-Konflikts wurde es jedoch, abgesehen von Querelen gegen Spanien und Kanada, relativ ruhig um DAS Thema der vergangenen zwei Jahre. Doch das änderte sich am heutigen Morgen.