Jackson Hole – Warsh stellt die Weichen auf straffere Geldpolitik
Fed-Chef Kevin Warsh hat beim Notenbanktreffen in Jackson Hole deutlich gemacht, dass die US-Notenbank bei der Inflation noch nicht am Ziel ist. Zwar vermied er eine konkrete Ansage für den nächsten Zinsentscheid. Seine Botschaft war dennoch eindeutig: Sollte sich der Preisauftrieb nicht klar und schnell genug dem Inflationsziel von 2 % nähern, müsse die Fed handeln. Die Märkte werteten die Rede entsprechend als falkenhaft – die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September zogen deutlich an.
New York – Der US-Halbleiterkonzern profitiert vom Trend großer Technologiekonzerne, eigene KI-Chips als Alternative zu entwickeln. Erst in der vergangenen Woche vereinbarte das Unternehmen eine weitreichende Kooperation mit der Google-Mutter Alphabet.
Die deutsche Chemieindustrie profitiert derzeit von Lieferausfällen in Asien und einer dadurch steigenden Nachfrage nach heimischen Produkten. Das Ifo-Geschäftsklima hat sich im August so deutlich verbessert wie lange nicht. Doch von einer nachhaltigen Trendwende kann noch keine Rede sein. Hohe Energie- und Standortkosten bleiben die Achillesferse der Branche – und damit auch eine Aufgabe für die Politik.
Vor der Rede des US-Notenbankchefs Kevin Warsh auf der Tagung in Jackson Hole zum Ende der Woche bleiben die Anleger zuversichtlich. Der DAX legte zunächst ebenfalls leicht zu. Damit behält der dt. Leitindex das Allzeithoch bei 26.574 Punkten fest im Blick.
Ein starkes 2. Quartal hat Delivery Hero zuversichtlicher gestimmt. „Wir haben neue Bestellrekorde erzielt und unser Wachstum beschleunigt, was unsere Profitabilität über die Erwartungen hinaus gesteigert hat“, erklärte Konzernchef Niklas Östberg.
Die Optikerkette ist in den ersten sechs Monaten vor allem im internationalen Geschäft gewachsen. Wie bereits vor einigen Tagen mitgeteilt, stieg der Umsatz um 2 % auf 1,25 Mrd. €. Das bereinigte Ebitda legte ebenfalls um 2 % auf 296 Mio. € zu. Die bereinigte Ebitda-Marge blieb mit 23,7 % nahezu auf Vorjahresniveau. Kostendisziplin und Effizienzmaßnahmen hätten die Folgen der zuletzt schwächeren Nachfrage ausgeglichen, so das Unternehmen.
Auch wenn die Berichtssaison inzwischen ihren Zenit erreicht hat, gibt es doch noch den einen oder anderen Nachzügler, der seine Bücher öffnet. Gerade aus der zweiten und dritten Börsenreihe gab es hier noch die eine oder andere Überraschung.
40 Billionen Dollar! Diese Zahl klingt so abstrakt, dass sie kaum noch greifbar ist – und doch markiert sie einen historischen Wendepunkt: Erstmals in der Geschichte des Landes überschritt die US-Staatsverschuldung diese Marke, nur wenige Monate nachdem die 39-Billionen-Grenze gefallen war. Die Schuldenquote liegt inzwischen bei über 100 % der Wirtschaftsleistung, Tendenz steil steigend! Doch die USA sind nicht allein im globalen Schuldentrend.