Der DAX muss sich zum Wochenstart schwachen Vorgaben entgegenstellen, nachdem zum Wochenschluss noch bei 26.618 Punkten eine neue Bestmarke erreicht wurde. Nach erneuten Angriffen zwischen den USA und dem Iran zogen die Ölpreise zuletzt wieder an. Hinzu kommen die jüngsten Aussagen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh. Damit dürfte der dt. Leitindex schwächer in die neue Börsenwoche starten.
Jackson Hole – Warsh stellt die Weichen auf straffere Geldpolitik
Fed-Chef Kevin Warsh hat beim Notenbanktreffen in Jackson Hole deutlich gemacht, dass die US-Notenbank bei der Inflation noch nicht am Ziel ist. Zwar vermied er eine konkrete Ansage für den nächsten Zinsentscheid. Seine Botschaft war dennoch eindeutig: Sollte sich der Preisauftrieb nicht klar und schnell genug dem Inflationsziel von 2 % nähern, müsse die Fed handeln. Die Märkte werteten die Rede entsprechend als falkenhaft – die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September zogen deutlich an.
New York – Der US-Halbleiterkonzern profitiert vom Trend großer Technologiekonzerne, eigene KI-Chips als Alternative zu entwickeln. Erst in der vergangenen Woche vereinbarte das Unternehmen eine weitreichende Kooperation mit der Google-Mutter Alphabet.
Die deutsche Chemieindustrie profitiert derzeit von Lieferausfällen in Asien und einer dadurch steigenden Nachfrage nach heimischen Produkten. Das Ifo-Geschäftsklima hat sich im August so deutlich verbessert wie lange nicht. Doch von einer nachhaltigen Trendwende kann noch keine Rede sein. Hohe Energie- und Standortkosten bleiben die Achillesferse der Branche – und damit auch eine Aufgabe für die Politik.
Ein starkes 2. Quartal hat Delivery Hero zuversichtlicher gestimmt. „Wir haben neue Bestellrekorde erzielt und unser Wachstum beschleunigt, was unsere Profitabilität über die Erwartungen hinaus gesteigert hat“, erklärte Konzernchef Niklas Östberg.
Die Optikerkette ist in den ersten sechs Monaten vor allem im internationalen Geschäft gewachsen. Wie bereits vor einigen Tagen mitgeteilt, stieg der Umsatz um 2 % auf 1,25 Mrd. €. Das bereinigte Ebitda legte ebenfalls um 2 % auf 296 Mio. € zu. Die bereinigte Ebitda-Marge blieb mit 23,7 % nahezu auf Vorjahresniveau. Kostendisziplin und Effizienzmaßnahmen hätten die Folgen der zuletzt schwächeren Nachfrage ausgeglichen, so das Unternehmen.
Die Halbjahresberichtssaison ist inzwischen mehr oder weniger beendet, vereinzelt haben jedoch noch Unternehmen ihre Bücher geöffnet. Dabei gab es sogar die eine oder andere Überraschung.
40 Billionen Dollar! Diese Zahl klingt so abstrakt, dass sie kaum noch greifbar ist – und doch markiert sie einen historischen Wendepunkt: Erstmals in der Geschichte des Landes überschritt die US-Staatsverschuldung diese Marke, nur wenige Monate nachdem die 39-Billionen-Grenze gefallen war. Die Schuldenquote liegt inzwischen bei über 100 % der Wirtschaftsleistung, Tendenz steil steigend! Doch die USA sind nicht allein im globalen Schuldentrend.