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Norma wird vorsichtiger

Der Industriezulieferer hatte in 2024 wegen der Konjunkturflaute Einbußen hinnehmen müssen. Insbesondere aus der schwächelnden Automobilindustrie und teilweise auch aus der Bauwirtschaft und dem Maschinenbau war weniger Verbindungstechnik abgerufen worden. Das Geschäft mit Wasser-Management-Lösungen lief dagegen besser. Insgesamt sank der bereinigte Konzernumsatz um 5,5 % auf 1,16 Mrd. €. Das bereinigte Ebit gab auf 92,3 (97,5) Mio. € nach. Positiv fiel die Verbesserung des Netto-Cashflows auf 105,4 (87,3) Mio. sowie die EK-Quote von 50,2 (46,4) % auf. Außerdem konnte die Nettoverschuldung auf 329,2 (345,4) Mio. € eingedämmt werden. Das bereinigte Periodenergebnis entwickelte sich mit 40,9 Mio. € um 6,8 % rückläufig. Vor diesem Hintergrund wird die Dividende auf 0,40 (0,45) € je Aktie gesenkt (HV: 13. Mai).

Für das aktuelle Geschäftsjahr plant das Management mit einem nahezu konstanten Umsatz von 1,1 bis 1,2 Mrd. €, bei einer bereinigten Ebit-Marge von rund 6,0 bis 8,0 (8,0) %. Für das 1. Halbjahr geht Konzernchef Mark Wilhelms insgesamt von einer weiterhin verhaltenen Nachfrage aus. Vor kurzem erst hatte der Vorstandsvorsitzende Guido Grandi wegen strategischer Differenzen zur weiteren Ausrichtung des Unternehmens sein Vorstandsmandat und seine Position zum Ablauf des 17. Februar 2025 niedergelegt. Für den Übergangszeitraum von maximal einem Jahr leitet der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Mark Wilhelms Norma. Grandi hatte Ende November das Wasser-Management zum Verkauf gestellt und wollte das Unternehmen in der Folge mit Zukäufen im allgemeinen Industriegeschäft stärken.

Ein Kernthema für 2025 ist der geplante Verkauf des Wassermanagement-Geschäfts und die damit verbundene Verwendung des Erlöses. Bei der Norma-Aktie setzt man auf den Rebound; (A–).