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Börsenbericht – Vorsicht vor Zollplänen

Nachdem der Dienstag seinem Ruf als "Turnaround Tuesday" einmal mehr alle Ehre machte, herrschte zur Wochenmitte Zurückhaltung vor. Nach vier Verlusttagen konnte der DAX im gestrigen Handel einige Punkte wieder aufholen – nun muss sich zeigen, ob diese verteidigt werden können. Für heute hat US-Präsident Donald Trump weitreichende Zölle gegen diverse Länder angekündigt. Seit Wochen spricht Trump vom 2. April als "Liberation Day". Erst zum Wochenbeginn hatte er gedroht, dass von den geplanten wechselseitigen Zöllen kein Staat verschont bleiben soll. Trump würde künftig also im gleichen Umfang Zölle für Importe von Partnerländern in die USA erheben, wie für US-Exporte in diese Länder fällig werden. Von der Wall Street bekommt der dt. Leitindex derweil gemischte Vorgaben: Während der Dow Jones bei 41.990 Punkten auf der Stelle trat, rückten der S&p 500 0,4 % und die Technologiebörse Nasdaq um 0,9 % vor. Der "sichere Hafen" Gold war zur Wochenmitte derweil weiterhin gefragt. Zwischenzeitig wurde bei 3.149,03 $ je Feinunze ein neues Allzeithoch erreicht. 

Der Autokonzern BMW ist mit einem Absatzplus von 3,7 % in den USA ins Jahr gestartet. Von der Hausmarke wurden im Q1 87.615 Fahrzeuge ausgeliefert. 

Auch VW konnte die Auslieferungen in den ersten 3 Monaten des Jahres steigern. Die Zahl der verkauften Automobile in den USA legte um 7,1 % zu. Vor allem Taos und Jetta trieben die Verkäufe an. 

Unternehmensangaben zufolge will Boeing-Chef Robert Ortberg bei der heutigen Anhörung im US-Senat "schwerwiegende Fehltritte" des Flugzeugbauers einräumen. Ortberg wird demnach auch Boeings Verantwortung für die Abstürze von zwei Boeing-Maschinen mit insgesamt 346 Toten vor mehr als fünf Jahren anerkennen.