Vor allem die kommende Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump verunsichert die Anleger. Nichtsdestotrotz erklomm der DAX jüngst ein neues Allzeithoch und scheint die Sorgen vom Wochenbeginn zunächst abgeschüttelt zu haben. Vor allem die angekündigten Strafzölle sorgten zu Wochenbeginn für Kursrücksetzer – mit zwischenzeitig über 21.800 Punkten ließ der DAX diese Sorgen zuletzt jedoch hinter sich. Bereits im Verlauf der aktuellen Woche hatte sich die Stimmung schrittweise aufgehellt, nachdem die Zölle gegen Kanada und Mexiko erst einmal ausgesetzt worden waren. Dem Markt halfen überwiegend positiv aufgenommene Quartalszahlen, etwa von Siemens Healthineers. Zudem freuen sich die Anleger, dass Zoll-Drohungen der USA erst einmal ausbleiben. Die Anleger richten ihre Aufmerksamkeit auch aus anderen Gründen auf die USA, denn morgen wird der monatliche Arbeitsmarktbericht publiziert. Die Investoren erhoffen sich davon Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed. Ein starker Arbeitsmarkt würde weitere Zinssenkungen zunächst unwahrscheinlicher machen. Nach einem turbulenten Wochenstart konnten sich die Leitindizes der Wall Street zur Wochenmitte immerhin stabilisieren. Der Dow Jones legte um 0,7 % zu und der S&P 500 verbesserte sich um 0,4 %. Die Technologiebörse Nasdaq zog derweil um 0,2 % an.
Der Medizintechnik-Konzern Siemens Healthineers startet gut in das Geschäftsjahr. Der Umsatz sei trotz einer anhaltend mauen Nachfrage aus China im 1. Quartal 2024/25 um knapp 6 % auf 5,48 Mrd. € gestiegen. Das bereinigte Ebit kletterte um 11 % auf 822 Mio. €.
US-Großbanken haben Insidern zufolge einen Teil der Kredite an den Milliardär Elon Musk für den Kauf der Social-Media-Plattform Twitter bzw. X losgeschlagen. Die Geldhäuser unter Führung der Investmentbank Morgan Stanley hätten Verbindlichkeiten im Volumen von 5,5 Mrd. $ von insgesamt rund 13 Mrd. $ an Investoren weitergereicht, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Der US-Autobauer Ford rechnet im laufenden Jahr mit Verlusten von bis zu –5 Mrd. $ im Elektrofahrzeug- und Software-Geschäft. Insgesamt prognostiziert der Autobauer einen Gesamtgewinn vor Steuern zwischen 7 und 8 Mrd. $, was einem leichten Rückgang im Vergleich zu 2024 entspricht. Im Q4 landete das operative Ergebnis bei 1,8 Mrd. $, nachdem im Vorjahr aufgrund von Kosten für die Altersvorsorge der Mitarbeiter ein Verlust von –500 Mio. $ angefallen war. Der Umsatz lag bei 48,2 Mrd. $.
Der E-Autobauer Tesla musste in den vergangenen Tagen vermehrt Absatzrückgänge in einzelnen Ländern bekannt geben – so nun auch in Deutschland: Der Absatz hierzulamde ist im vergangenen Monat eingebrochen – und das, obwohl insgesamt deutlich mehr Elektroautos auf die Straßen gekommen sind. Wie aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht, wurden im Januar 59,5 % weniger Tesla neu zugelassen als im Vorjahresmonat. In Summe waren es 1.277 Autos des von Tech-Milliardär Elon Musk geführten Herstellers, die auf deutsche Straßen kamen. Über alle Marken hinweg legte der Absatz batteriebetriebener Pkw (BEV) im Vergleich zum Januar 2024 dagegen um 53,5 % zu. Schon im vergangenen Jahr hatte bei Stromern keine andere Marke so stark an Absatz eingebüßt wie Tesla, das sein europaweit einziges Werk in Grünheide bei Berlin hat. Die Neuzulassungen sackten KBA-Daten zufolge um gut 26.000 auf knapp 38.000 ab. Das entsprach einem Marktanteil von 9,9 %. Dadurch rutschte die Firma vom zweiten auf den 3. Platz im deutschen BEV-Markt ab. Noch 2022 hatte sie an der Spitze gestanden.