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Börsenbericht – Börsen bleiben nervös

Mit leichten Kursgewinnen dürfte der DAX in den April starten – die Unsicherheiten halten jedoch weiter an. Mit Sorge wird das neue Zollpaket von US-Präsident Donald Trump erwartet, welches er zur Wochenmitte vorstellen wird. Auch wenn der dt. Leitindex zu Wochenbeginn zeitweise bis auf 22.163 Punkte abrutschte, steht letztlich auf Quartalssicht dennoch ein Plus in den Büchern. In den ersten drei Monaten verbuchte der DAX insgesamt einen Anstieg von 11,3 %. Zum Wochenstart hielt immerhin die Unterstützung bei 21.972 Zählern, ob sich der dt. Leitindex jedoch auch insgesamt stabilisieren kann muss sich zeigen. Negative Nachrichten kommen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), welches ein weiteres Schrumpfen der deutschen Wirtschaft in 2025 nicht ausschließt. DIW-Präsident Marcel Fratzscher macht sich vor allem Sorgen um die mangelnde Planungssicherheit angesichts der angekündigten Zölle der USA. "Dies dürfte die Investitionen der deutschen Unternehmen weiter schwächen und könnte die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr erneut in die Rezession treiben." Und während der DAX ein insgesamt positives Auftaktquartal verbuchte, war es für die US-Leitindizes S&P 500 und die Technologiebörse Nasdaq das schlechteste Quartal seit 2022. Die Sorgen vor steigenden Verbraucherpreisen, einem Handelskrieg und einem Bremsen des Wirtschaftswachstums trieb die Nachfrage nach Gold zuletzt weiter an. Das Edelmetall eilte von Rekord zu Rekord und kostete zuletzt in der Spitze 3.147,93 $ je Feinunze. 

Die Flugzeug-Leasinggesellschaft BOC Aviation hat weitere Maschinen bei Airbus bestell. Konkret geht es um 70 Maschinen aus der A320neo-Familie, die bis 2032 ausgeliefert werden sollen. Die Produktion der Mittelstreckenflieger ist auf Jahre hinaus ausgebucht.

Um sich im schnell wachsenden Geschäft mit der Phamaindustrie in den USA besser zu positionieren, hat die DHL Group den US-Logistiker Cryopdp übernommen. Mit dem Mutterkonzern des Unternehmens wurde zudem eine strategische Partnerschaft eingegangen – zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. 

Der norwegische Staatsfonds hat in zwei Offshore-Windparks von RWE investiert. Der weltweit größte Pensionsfonds soll für 1,4 Mrd. € eine 49 %ige Beteiligung erworben haben. Die zwei Anlagen in Dänemark und Deutschland befinden sich derzeit noch im Bau. 

Nordex konnte zuletzt einen neuen Auftrag einfahren. Das schwedische erneuerbare Energien Unternehmen OX2 hat Ende März zwei Aufträge über 70 Turbinen des Typs N175/6.X aus Finnland erteilt. Die Aufträge umfassen zudem den Premium-Service für die Wartung der Anlagen über einen Zeitraum von 35 Jahren.